Zwei Weltreisen

6.7.2021. Die längste Weltreise war im Oktober 1978, vor 43 Jahren. Vom westfälischen Münster nach Amman in Jordanien. Wir fuhren mit zwei Autos, beide blieben am Ziel und wurden dort verkauft. Es gab keine Reiseleitung, alles ging auf das eigene Risiko und verlief trotzdem erfolgreich. Unvergesslich waren die äußeren Eindrücke. Die Zwischenfälle. Die Landschaften und ein Badetag am Toten Meer, wo auf der anderen Uferseite bewaffnete israelische Soldaten standen, dahinter ein graues Bergmassiv, hinter dem das große Jerusalem lag.

Am 31.11.30 habe ich darüber einen Reisebericht geschrieben:

https://luft.mind-panorama.de/?s=reise+durch+die+angst&x=13&y=7

Auf so einer Reise lernt man Bescheidenheit, bekommt aber auch ein Gespür für unterschätzte Risiken. Deshalb waren andere Autofahrten viel bescheidener oder durchquerten das Land Italien, nur bis Neapel. Meist gingen sie kreuz und quer durch das Münsterland, später auch durch Bayern. kamen mit dem Reisezug und Flugzeug nach Wien und London. Das hat viele Bücher gefüllt, die nicht in Buchhandlungen stehen, aber auch einige alte Dateien erweiterten. Man kann schnell darauf zurückgreifen, aber das Wichtigste ist im Gedächtnis. Dort verbindet sich Wichtiges und Unwichtiges, wird gefiltert. Übrig bleibt viel Reisemüll, aber auch die Dinge, die man sonst vergessen hätte. Vor Allem Filme, deren technische Einschränkungen privat nicht vermeidbar waren, die aber Details enthalten, die man gar nicht mehr zeitlich einordnen konnte.

Die größte Weltreise gab es im Sommer 1995, nach Wien. Derart viele Sehenswürdigkeiten haben auch andere Städte. Selbst wenn man jahrelang wieder zurückkehrt, findet das kein Ende. Aber beim ersten Mal war es eine einzige Adresse: Die Berggasse 19. Dort hat Sigmund Freud fast sein ganzes Leben verbracht, in einer bescheidenen Wohnung mit Patientenzimmer. Er war Arzt am Wiener Zentralkrankrankenhaus, beschäftigte sich mit auffällig hysterischen Patienten und erkannte dabei Regeln, so wie sein Zeitgenosse Albert Einstein, der Fehler in bekannten physikalischen Formeln fand.

Noch wichtiger: Beide entdeckten die Ursachen und dahinter eine ganz unbekannte, unsichtbare Welt. Einstein fand heraus, dass die Lichtgeschwindgkeit abhängig ist von der Masse. Damit wurde auch die unsichtbare Welt der Elektronik erkennbar, das Fundament aller Computer. Freud entdeckte die Schaltzentrale des menschlichen Handelns. Es wird gesteuert durch die persönliche Sebtstwahrnehmung („Ich“) und durch die täglichen Einflüsse der Außenwelt („Über-Ich“). Darunter liegt das Gedächtnis und ein riesiger, natürlicher Datenspeicher: Das „Unterbewusstsein“. Es speichert auch Störungen und Enttäuscbungen (Traumata). Sie schlafen nur und warten auf Signale. Dann lösen sie Störungen, Spannungen und Krisen aus.

Weil Politik, Ökonomie, Kultur und weltweite Finanzströme von Menschen gelenkt werden, entstehen so auch Schäden in den wichtigsten Bereichen. Das Gegenmittel ist die Ursachenforschung. Wenn Computerprogramme nicht nur Fakten sammeln und sortieren, sondern sie mit Methoden auswerten, die selbst vielen Experten gar nicht bekannt sind. Auf dieser Webseite findet man sie, in vierzig verschiedene Kapiteln (Kategorien). Niemand kann sie alle beherrschen, aber ihre Abläufe erkennen. Daraus lasen sich Methoden entwickeln, Abläufe, Regeln und bessere Projekte aufbauen. Die Fehler der Vergangenheit haben dann nur noch einen Erinnerungswert. Aber so so leicht das klingt, umso schwerer sind die Bremsklötze. Falsch besetzte Führungspositionen, mit Täuschungsmanövern erschlichener Reichtum und die jahrzehntalange Vernachlässigung von Ungerechtigkeitem, auch innerhalb einzelner Staaten.

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